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Der fast 90 Meter lange Erdberger Steg quert als Fuß- und Radwegbrücke den Donaukanal und verbindet den 3. Wiener Gemeindebezirk Bezirk mit dem Naherholungsgebiet Prater. Das Projekt wurde beim 1. Wiener Holzbaupreis wienwood 05 mit einer Auszeichnung gewürdigt.
Das Tragwerk besteht aus einer Brettschichtkonstruktion aus heimischer Lärche, die Fundamente und Widerlager wurden aus Ortbeton gefertigt, die Nebenträger der Fahrbahnplatte, die Abhängungen, das Geländer und die Masten aus Stahl. Das besonders leicht wirkende und für den gewählten Baustoff mit einer Stützweite von ca. 53m relativ weit gespannte Tragwerk baut auf den historisch gewachsenen Grundsystemen des Spreng- und Hängewerks auf, übernimmt somit die bei den meisten Donaukanalbrücken üblichen Grundkonstruktion des Rahmens, jedoch aufgelöst in Stabwerke. Das Haupttragwerk in Form eines W stützt in vier Knoten einen Streckträger von ungefähr 85 m Länge, ausgebildet als Brettschichtbalken. Als Querträger dienen verzinkte Stahlträger, die derart an den Hauptträger angeschlossen sind, dass eine Auswechslung jederzeit möglich ist. Die Tragkonstruktion des Gehweges bildet eine Brettsperrholzplatte, die unter Beachtung eines zweckentsprechenden Belagsaufbaues eine Schwarzdecke von 6 cm Dicke erhielt.
Fachspezifische Informationen zum Bauwerk finden Sie in der nextroom architektur datenbank
PlanerIn: Johannes Zeininger
BauherrIn: Stadt Wien
Abbildung: Pez Hejduk
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Im Jahr 2007 entwarf SQUID architecture für den Künstler Paul Renner ein spektakuläres temporäres Gebäude in Holzkonstruktion. Anlässlich der 10-Jahres Feier des Kunsthauses Bregenz fanden im „Theatrum Anatomicum“ sieben Tage lang Live-Perfomances statt. Vor Publikum wurden dort Speisefolgen experimentell arbeitender Küchenchefs zelebriert. Ausgangspunkt des Entwurfs war das historische Vorbild des «Teatro Anatomico», erbaut 1594 in Padua. Die zeitgenössische Variante greift das vertikal organisierte zentralen Atriums mit umlaufenden Galeriegeschossen auf und erreicht eine spannungsvolle räumliche Präsenz.
Die aus 650 Einzelteilen bestehende Holzrippen-Konstruktion wurde vor Ort montiert und mit einer Außenhaut aus transluzenter Membran versehen. Der Raum bestand aus vier Ebenen mit drei Rängen und 126 Sitzplätzen. Die Konstruktion war 24 m lang, 16 m breit und 12 m hoch.
PlanerIn: SQUID
Abbildung: Roman Horner
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Die Holzkonstruktion in Catalhöyük schützt eine der wichtigsten Ausgrabungsstätten prähistorischer Archäologie. Die in der Hocheben Anatoliens gelegene Siedlung stammt aus der Jungsteinzeit und erlangte durch die im Jahre 1963 entdeckte vermutlich älteste kartographische Darstellung der Menschheitsgeschichte weltweite Berühmtheit. 2008 erhielt die Vorarlberger Holzbaufirma Kaufmann mit dem Architekten Sinan Omacan den Auftrag zur Überdachung, nach nur drei Wochen Produktionszeit wurden die Holzelemente in die Türkei transportiert und Vorort errichtet.
Auf einem Grundriss von 27 x 47m erhebt sich eine Volumen von 60m³. Die Bogenkonstruktion in Fichten-Brettschichtholz besteht aus je zwei Bögen: Länge: 2 x 11,30m - 17,75m (Dimension: 16cm/40cm). Pfetten auf Bogenkonstruktion aufgeschraubt: Länge: 3,39m - 4,00m (Dimension: 8cm/12cm u. 16cm/12cm). Windverband: Zugstangen als Kreuz an Hauptbinder angeschlossen.
PlanerIn: Sinan Omacan
BauherrIn: Projekt Çatalhöyük
Abbildung: Sinan Omacan
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